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ZEIT LEO  Ausgabe 8/2022

Hokuspokus

Im neuen Kinofilm über den Räuber Hotzenplotz wird viel  gezaubert.
Komm mit zu einem magischen Dreh!

Text: Katja Bosse

Der Räuber Hotzenplotz schiebt den Jungen Seppel nach vorne. »Ich hab dir einen Dienstboten mitgebracht «, röhrt er. »Soso«, säuselt der Zauberer. In seinem Studierzimmer flackern Kerzen, von all dem Staub ist die Luft ganz neblig. Er fragt: »Kann der denn auch Kartoffeln schälen?« – »Natürlich, Herr Schnackelmann!«, piepst Seppel. Der blasse Zauberer wird zornig: »Du verdrehst meinen Namen, Kerl? Ich verlange von dir die Anrede Großer Zauberer Petrosilius Zwackelmann! Merk dir das!« – »Sehr wohl, großer Zauberer Zeprodilius Wackelzahn«, antwortet Seppel.

»Uuuund Cut!«, ruft der Regisseur. Der Kameramann schwenkt sein Objektiv weg von den drei Schauspielern, der Tonassistent lässt seine Mikrofon- Stange sinken. Die Szene ist fertig gedreht. Sie gehört zum neuen Film »Der Räuber Hotzenplotz«, der am 8. Dezember ins Kino kommt. Darin geraten Kasperl und Seppel in die Hände des Zauberers Zwackelmann und wollen sich nicht nur selbst befreien, sondern auch die Fee Amaryllis, die ebenfalls von Zwackelmann gefangen gehalten wird.

Es geht also um ganz viel Magie! Um die auf die Leinwand zu bringen, hat das Filmteam monatelang und mit einer Menge Tricks gearbeitet. Einige davon kann man an diesem Drehtag im Filmstudio Landsberg bei München sehen. Dort haben die Kulissenbauerinnen das Studierzimmer des Zauberers errichtet: Dafür haben sie drei Wochen lang Wände aufgestellt, Fußböden verlegt und Möbel eingeräumt. In mehreren Lastwagenladungen haben sie Zeug herangeschafft, das aussieht, als würde es zur Sammlung eines Zauberers gehören. Hunderte alte Bücher stehen in den Regalen, außerdem ausgestopfte Tiere, Kolben mit giftgrünen Flüssigkeiten, Lupengläser und Notenständer. Damit alles schön alt und verstaubt wirkt, haben sie feine Erde darübergepustet.

Als Vorlage haben sie das Buch von Otfried Preußler genommen. Der hat sich die Geschichten rund um den Räuber Hotzenplotz vor 60 Jahren ausgedacht.

[...]

Fotos: © Walter Wehner/Studiocanal GmbH (6)

 

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