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ZEIT LEO  Ausgabe 3/2022

Zauber-Tüte

Die Weltretter-Idee: Ein Segelschiff, das Waren transportiert

Illustration: Molly Rose Dyson
Text: Josefa Raschendorfer
ZEIT Leo 3/2022 Gesegelte Mahlzeit
ZEIT Leo 3/2022 Gesegelte mahlzeit
Illustration: Molly Rose Dyson

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Das ist das Problem:

Lebensmittel aus fernen Ländern werden meist mit riesigen Containerschiffen nach Deutschland transportiert. Die werden mit Schweröl angetrieben. Das ist billig, aber auch sehr dreckig – etwa im Vergleich zu anderen Treibstoffen wie Benzin oder Diesel. Die Schiffe stoßen beim Fahren große Mengen von Abgasen aus, darunter viel Schwefeloxid und Feinstaub. Wenn also Bananen aus Südamerika zu uns kommen oder Erdnüsse aus den USA oder Tee aus China, verschmutzt das die Luft enorm.

So geht es besser:

Der Kapitän Cornelius Bockermann ist selbst jahrelang auf Containerschiffen gefahren. Dann wurde ihm klar, wie sehr er mit seiner Arbeit der Umwelt schadet. Er gründete eine eigene Firma und kaufte von seinem gesparten Geld ein großes Segelschiff. Damit bringt er jetzt weiterhin Kakao, Tee oder Kaffee über die Ozeane, aber angetrieben von Wind statt von Schweröl. Unternehmen, die die Luft sauber halten wollen, können Cornelius und seine Crew mit einer Lieferung beauftragen.

Das war knifflig:

Das Segelschiff ist hundert Jahre alt, und zunächst war es alles andere als seetüchtig. Cornelius musste es umbauen und gründlich aufmöbeln. Dafür hatte er nicht genügend Geld. Also erzählte er im Internet von seiner Idee und bat andere darum, ihm ohne Bezahlung zu helfen. 160 Menschen kamen aus der ganzen Welt zu ihm in die Nähe von Bremen: Schweißer aus Argentinien, Architekten aus Australien. Das Schiff haben sie »Avontuur« genannt, das ist niederländisch und bedeutet Abenteuer.

Das kann daraus werden:

Im Vergleich zu einem Containerschiff kann das Segelschiff von Cornelius nur winzige Mengen transportieren. Ihm geht es aber nicht um das große Geschäft. Er freut sich, wenn viele Menschen auf die »Avontuur« aufmerksam werden. Sie fangen dann automatisch an, über den schädlichen Lebensmitteltransport nachzudenken. Und darüber, ob überhaupt so viele Waren von so weit her transportiert werden müssen. So will Cornelius Menschen dazu bringen, sich bessere Lösungen einfallen zu lassen.

 

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