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ZEIT LEO  Ausgabe 4/2022

Feld-Beschützer

Die Weltretter-Idee: Feld-Beschützer!  Warum ein Bauer auf seinem Feld Baume pflanzt?

Illustration: Molly Rose Dyson
Text: Josefa Raschendorfer
ZEIT Leo 4/2022 Feld-Beschützer
ZEIT Leo 4/2022 Feld-Beschützer
Illustration: Molly Rose Dyson

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Das ist das Problem:

Landwirte und Landwirtinnen haben in den letzten Jahren große Teile ihrer Ernte verloren. Denn durch den Klimawandel werden die Sommer in Deutschland länger, heißer und trockener. Pflanzen wie Weizen, Mais oder Kartoffeln können deshalb nicht gut wachsen. Und wenn heißer Wind über die Felder weht, bläst er im schlimmsten Fall auch noch die fruchtbare obere Erdschicht weg. Dann kann gar nichts mehr auf dem Boden sprießen. Das kann dazu führen, das Essen knapper und teurer wird.

So geht es besser:

Der Landwirt Hauke Sierck aus Norddeutschland hat letztes Jahr angefangen, Bäume auf seinen Feldern zu pflanzen. Sie stehen in Reihen, zwischen denen je 50 Meter Abstand ist. Wenn die Bäume groß genug sind, können sie mit ihren langen Wurzeln Wasser aus tiefen Bodenschichten ziehen. Das können dann Pflanzen wie Weizen und Mais weiter oben mitbenutzen. Und wenn es im Sommer heiß wird, bleibt auch die Erde liegen. Denn die Baumreihen bremsen den Wind ab. 

Das war knifflig:

Im Moment muss Bauer Hauke die Erde um die Bäume herum frei halten. Im ersten Jahr sind sie sehr empfindlich. Sie können sich noch nicht gegen Unkraut durchsetzen. Gräser und Beikräuter würden ihnen das Wasser klauen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hofes müssen wie bei einem Blumenbeet alle paar Tage mit der Hand die Erde zwischen den Bäumen harken. Bei einem Acker von 2,5 Kilometer Länge ist das eine Menge Arbeit.  Später dürfen dort Blumen für Bienen wachsen. 

Das kann daraus werden:

Der Mix aus Wald und Acker hat viele Vorteile: Hilfreiche Insekten fühlen sich hier wohl, und die Felder brauchen weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel. Im Moment lassen trotzdem noch wenige Landwirtinnen und Landwirte Bäume auf ihren Feldern wachsen. Denn dafür bräuchten sie zusätzliches Geld. Eine solche Förderung sollen sie jetzt auch vom Staat bekommen. Aber was die Landwirte und Landwirtinnen genau dafür tun müssen, ist noch nicht geklärt. 

 

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