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ZEIT LEO  Ausgabe 1/2019

»Löwenpupse stinken füchterlich«

Daniah de Villiers muss es wissen: Die Schauspielerin aus »Mia und der weiße Löwe« hat mit einem echten Löwen gedreht – und kam ihm ganz nah.

Interview: Andrea Halter

Im Kinofilm »Mia und der weiße Löwe« spielst du ein Mädchen, das mit einem Löwen befreundet ist. Hattest du Angst bei den Dreharbeiten? 
Nein, weil immer Kevin, der Tiertrainer, in meiner Nähe war, der das Verhalten der Löwen genau deuten konnte. Der Löwe Charlie wird von vier verschiedenen Löwen gespielt. Als ich sie kennengelernt habe, waren sie noch sehr jung. Wir hatten viel Zeit, um uns aneinander zu gewöhnen. 

Was habt ihr zusammen gemacht? 
Ich habe dreimal pro Woche das Gehege gesäubert und riesige Berge rohes Fleisch für die Löwen geschnitten. Damit habe ich sie gefüttert. Dadurch wussten die Löwen: »Ah! Wenn Daniah kommt, gibt es was Leckeres.«

Woher wusstest du, wie du das machen musstest?
Der Tiertrainer hat mir viel beigebracht: So wie man in der Schule Englisch lernt, hab ich Löwisch gelernt.

Wie sagt man in Löwensprache: »Guten Tag, ich bin Daniah. Wie geht es dir?«
Man geht langsam auf den Löwen zu, hält ihm die Hand hin und lässt ihn dran riechen. Wenn er genug gerochen hat, lässt er sich anfassen. Jedenfalls wenn ihm gerade danach ist.

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ZEIT Leo 1/2019
Foto (Ausschnitt): Kevin Richardson/Studiocanal GmbH

Daniah de Villiers ist 15 Jahre alt und in ihrer Heimat Südafrika ein Star. Auf der Straße bitten Kinder sie um Selfies und Autogramme.
Weil sie so viele Filme dreht, geht Daniah nicht in die Schule, sondern wird von ihrer Mutter zu Hause unterrichtet.
Nach den Dreharbeiten hat Daniah sich eine Katze gekauft und sie Leonette getauft. Auf Deutsch heißt das so viel wie »Löwettchen«.

 

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